Es stehen immer mehr tätowierte Fußballer auf dem Platz. Der Sportwissenschaftler Ingo Froboese findet die Entwicklung alarmierend.
Der Untätowierte: Cristiano Ronaldo ist eine Ausnahme
Es geht von kleinen Zeichen bis zu großflächigen Gemälden, auch in der deutschen Nationalelf. Toni Kroos beispielsweise hat unter anderem seine Kinder Leon und Amelie auf seinen Armen verewigt. Auf Mesut Özils linkem Oberarm brüllt ein mächtiger Löwe, darunter steht: „Only god can judge me“ – nur Gott kann über mich richten. Dieser Spruch ist auch auf dem Körper von Jérôme Boateng zu finden. Und noch vieles mehr. Auf dem Rücken trägt der deutsche Tattoo-Weltmeister unter anderem sein Familienstammbuch und Porträts seiner Töchter Soley und Lamia – bei Toptalent Leroy Sané prangt dort seit dem Sommer ein gewaltiges Abbild seiner selbst beim Torjubel.
Auch die Superstars Neymar, Lionel Messi, Zlatan Ibrahimovic oder Sergio Ramos übertreffen sich im Zuge ihrer individuellen Selbstinszenierung nicht mehr nur gegenseitig mit Tricks und Toren, ausgefallenen Frisuren und Schuhen, sondern auch mit großflächigen Tattoos. Eine Ausnahme ist Cristiano Ronaldo – seine Erklärung: „Ich bin nicht tätowiert, weil ich sonst kein Blut spenden könnte.“ Bei jeder Tätowierung entsteht eine Wunde in der Haut, dabei können Viren übertragen werden. Deshalb müssen Blutspender danach vier Monate warten, ehe sie wieder spenden können, um Infektionen vorzubeugen.

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